Schlafdiagnostik / Schlafmedizin

Schlafmedizin

Es ist bekannt, dass Schlafstörungen auf Dauer gesundheitsschädlich sind. Ebenso bekannt ist, dass es sehr unterschiedliche Ursachen für Schlafstörungen gibt.

Diese können anatomisch bedingt sein, wie z.B. bei Nasenscheidewandverbiegungen oder Rachenengen mit Schnarchen, aber auch durch organische Erkrankungen wie z.B. Asthma bronchiale, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und selbstverständlich durch schmerzhafte Erkrankungen wie Bandscheibenschäden, Arthrose oder Rheuma.

Zunehmend ins allgemeine Bewusstsein rücken auch die Schädigungen und Erkrankungen, die sich die Menschheit selbst gemacht hat durch eine Fülle von optischen, akustischen, allergisierenden, strahlungsbedingten und chemischen Überflutungen bis Vergiftungen. Diese können sich auch durch Schlafstörungen äußern
Mit diesen Ursachen befasst sich die Umweltmedizin.

Diese Dauerbelastungen führen früher oder später auch zu psychischen Erkrankungen. Natürlich führen auch viele psychische Erkrankungen selbst zu Schlafstörungen.

Hier schließt sich dann der Kreis, viele kommen aus dieser „psycho-somatischen“ oder auch „somato-psychischen Falle“ nicht mehr heraus und benötigen ärztliche Hilfe.
Hier wird gleichzeitig klar, dass die Diagnostik und Behandlung von Schlafstörungen eine interdisziplinäre Aufgabe ist.

Eine zentrale Aufgabe hat dabei die Schlafmedizin. Wie der Name sagt, setzt sie beim Schlaf und seinen Störungen an, analysiert ihn mit Schlaflaboruntersuchungen, psychologischen Tests, Wachheits- und Schläfrigkeits-Test und Fragebögen zum Schlaf und zum Tagesablauf. Je nach Ergebnis werden weiterführende Untersuchungen in anderen Fachgebieten veranlasst und Behandlungen eingeleitet. Die Schlafmedizin beschränkt sich also nicht nur auf das Schlaflabor oder Schlafatemmasken.

Die klassischen Zugangsfächer zur Schlafmedizin sind:  Neurologie/Psychiatrie, Lungenheilkunde und HNO-Heilkunde. Die Psychologie gehört inzwischen fest dazu. Auch internistische Kliniken und Kinderkliniken haben Schlaflabore.
Der Schlafmediziner durchläuft neben seiner Facharztausbildung eine mindestens zweijährige Zusatzausbildung, in der er sich mit allen diesen Themen befasst.

Schlafdiagnostik

Unsere Praxis bietet Ihnen Schlafdiagnostik an. Das ist sozusagen die Basis-Untersuchung des Schlafes.

Wenn wir dabei Befunde erheben, die nicht mit unserem Fachgebiet zusammenhängen, überweisen wir den Patienten zum jeweiligen Spezialisten weiter bzw. zum Hausarzt zurück, der dann notwenige Untersuchungen und Therapien veranlasst. In vielen Fällen erfolgt gleich eine Überweisung zum Schlaflabor.

Die Untersuchung

Der Patient bekommt hierfür ein kleines Gerät mit, das er nachts zu Hause in seinem Bett und damit in seiner gewohnten Umgebung trägt.
Bei dieser Untersuchung werden die Körperlage, die Herzfrequenz, die Atemanstrengung, die Atemstörungen, die Blutsauerstoffwerte und das Schnarchen gemessen, ggf. auch die Schlafstadien vom Leicht- bis Tiefschlaf und die Traumphasen.
Die Auswertung ergibt ein erstes Bild der Schlafsituation des Patienten. Sie ermöglicht die Entscheidung über ggf. weitere notwendige Untersuchungen und Maßnahmen.

Unsere Praxis verfügt über zwei Geräte-Typen: das „SOMNOscreen  plus“ wird mit einem Brustgurt und einem Bauchgurt getragen, hat zusätzlich einen Fingersensor  sowie eine Nasensonde. Das „WatchPAT“ trägt man am Handgelenk wie eine große Uhr. Es hat zwei Finger-Sensoren und ein kleines Klebe-Mikrofon mit Lagesensor.
(s. auch Kapitel  -Spezielle Schnarchdiagnostik-  www.schnarchinfo.de )

Das Ziel

Ziel dieser Untersuchungen ist, Störungen der Atmung – und damit des Schlafes – festzustellen, um Ihnen im Rahmen unseres HNO-Fachbereiches gezielt helfen zu können, z.B. bei Behinderung der Nasenatmung, sei dies aufgrund einer Nasenscheidewandverbiegung, zu großer Nasenschwellkörper, oder wegen Nasenpolypen.

Schwerpunkt Schnarchen

Natürlich ist einer unserer Schwerpunkte die Diagnostik und Behandlung von Schnarchern. Wie bei jeder ärztlichen Behandlung, ist auch beim Schnarchen zuvor eine qualifizierte Diagnostik erforderlich. Entscheidend ist nämlich die sogenannte Ausschlussdiagnostik: das Ausschließen oder Finden anderer, evtl. wichtigerer Krankheiten, die vielleicht nur nebenbei auch zum Schnarchen führen.

Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen

Diese Untersuchungen sind aber auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wichtig, die im HNO-Bereich liegen, oder in direktem Bezug zu unserem Fachbereich stehen.
Gerade die chronischen Erkrankungen der Nasennebenhöhlen stehen im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen der Atemwege wie chronischer Bronchitis, Asthma oder Allergie. Die Schlafdiagnostik gibt hier weiterführende Hinweise.

Die entsprechende Behandlung erfolgt  in Zusammenarbeit mit dem Lungenarzt.

 

 

 

 

 

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